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Raps als nachwachsender Rohstoff und Ernährungspflanze

Quelle: Projektbeschreibung Gymnasium Rutesheim

RapsblütenWer Ende Mai oder Anfang Juni durch die Landschaft des Heckengäus fährt, ist beeindruckt von dem intensiven Gelb der Rapsblüten auf den Feldern. Tatsächlich wird Raps in den vergangenen Jahren verstärkt von den Landwirten angebaut. Die Energiepreiserhöhung insbesondere bei den Kraftstoffen für Autos lässt das Thema Biodiesel zunehmend interessant werden und inzwischen wurde das einst bittere Rapsöl so verfeinert, dass man es als Salatöl im Supermarkt kaufen kann. Die Nutzpflanze Raps ist seit Jahren Gegenstand agrarbiologischer Forschung, u. a. beschäftigt man sich auch auf dem Ihinger Hof, der Versuchsanstalt der Universität Hohenheim, mit diesem Thema.

Das Projekt des Gymnasiums Rutesheim verfolgt das Ziel, Jugendliche für technisch- naturwissenschaftliche Arbeitsweisen zu begeistern und die Neugier an den Naturwissenschaften und der Technik zu wecken oder zu vertiefen.

Warum wird in den letzten Jahren verstärkt Raps im Stroh– und Heckengäu angebaut? Diese Fragestellung soll die Schüler/innen dazu anregen, über das Landschaftsbild ihrer Umgebung nachzudenken und einen Einstieg in die folgenden fachlichen Fragen liefern:
  • Welchen Einfluss hat die Stickstoffdüngung auf den Pigment-, Öl- und Proteingehalt der Rapspflanzen?
  • Welchen Einfluss hat die Rapssorte auf den Ölgehalt?
  • Welche Methoden zur Ölgewinnung gibt es, und wie wirken diese sich auf Ölqualität aus?
  • Welchen Einfluss haben nachwachsende Rohstoffe (Bsp. Raps) auf die Umwelt – regional und global betrachtet?
Diese übergeordneten Fragestellungen werden mit verschiedenen chemisch-physikalischen und biologischen Methoden bearbeitet. Dabei bewegen sich die Schülerinnen und Schüler in den Arbeitsfeldern Technik, Chemie, Biologie, Physik und Mathematik.

In einer ergänzenden Recherche soll der Einsatz von Rapsöl betrachtet werden: zum einen als Biodiesel, zum anderen unter ernährungsphysiologischen Gesichtpunkten. Zur Abrundung des Projektes ermitteln die Jugendlichen den Brennwert von Rapsöl und stellen im Schülerlabor eine Rapsmargarine her. Neben den naturwissenschaftlichen Arbeitsmethoden sind weitere Kompetenzen gefragt. Die Schüler arbeiten in Kleingruppen, die anstehenden Arbeiten werden in Eigenverantwortung sowohl in den Laboren der Schule als auch im Freiland durchgeführt. Mit der Großgruppe sind einige Exkursionen geplant.

Nicht zuletzt sollen die Schüler durch die Kooperation mit Studenten und Wissenschaftlern der Universität Hohenheim einen Blick über die engen Grenzen des Schulunterrichts hinaus nehmen und mit den entsprechenden Berufsfeldern in Kontakt kommen. Das Projekt wird mit einem Betrag von insgesamt 30.000,-€ über den Förderverein der Schule von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert. Darüber ist die Schule sehr dankbar, werden vom Anteil, der der Schule zusteht, so zusätzlich notwendige Messapparaturen finanziert. Eine einmalige Chance für die Schüler des derzeitigen naturwissenschaftlichen Profils und die Schule insgesamt.

Mit Dank für Text und Bild an das Gymnasium Rutesheim.


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