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Zwei Quellen zur Kirchengeschichte von Steinenbronn im 3. Reich


Quelle: 150 Jahre ev. Kirche Steinenbronn, Festschrift, herausgegeben von der Ev. Kirchengemeinde Steinenbronn, Konzeption und Redaktion: Hans-Jörg Kammerer und der Kirchengemeinderat, Steinenbronn November 1989, S. 14-15.
Dem Nationalsozialismus war es im Dritten Reich weithin gelungen, die evangelischen Kirchen gleichzuschalten. Nur drei Landeskirchen konnten für sich bleiben, darunter die württembergische Landeskirche. Im Lauf der Jahre wurde die Situation für die Kirche immer kritischer. 1939 wurde dem Ortspfarrer verboten, in der Schule Religionsunterricht zu halten. Schüler durften nicht mehr bei Bestattungen singen. Der Gemeindeverein, der die Sache des Evangeliums fördern bzw. Mittel für die Erbauung eines Gemeindesaals aufbringen sollte und noch gar nicht so lange bestand, wurde von der Geheimen Staatspolizei verboten.

Verbunden mit falschen Behauptungen über die Bücherei der Kirchengemeinde im Filderboten, errichtete die bürgerliche Gemeinde 1937, wohl auf Wunsch der Partei, eine eigene Bücherei.

Wie die Situation am Ort war, geben eindrucksvoll zwei Dokumente wieder:

Einspruch gegen die Kirchensteuer „aus nationalsozialistischer Grundhaltung“ aus dem Jahre 1937

Bild: Mit diesem Schreiben, erhob im Jahre 1937 ein Steinenbronner aus „nationalsozialistischer Grundhaltung“ Einspruch gegen die Kirchensteuer - klicken Sie in das Bild, um es zu vergrößern


Protokoll der Kirchengemeinderatssitzung vom 30.09.1937; Auszug aus § 4 (Originalquelle in Handschrift), hier als pdf-Dokument.
Mit freundlicher Genehmigung des Pfarramtes der Ev. Kirchengemeinde Steinenbronn.

Gemeinde Steinenbronn

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